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Allrad-Magazin
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© H. Weschta

Opel Antara 2,2 CDTI Ecotec 4x4 Cosmo – Kleine Stärkung gefällig? / Seite 3

Damit haben sie offenbar auch dem Charakter des Fahrwerks ihren Tribut gezollt, dessen Abstimmung eher zur gemütlichen Fortbewegung animiert. Sie präsentiert sich spürbar straffer als beim Vorgänger, aber nicht unkomfortabler, bei langen Bodenwellen auf Autobahnen wird's jedoch stuckerig. Die Lenkung wirkt in der Mittellage nicht präzise, spricht vergleichsweise spät an. Im Gelände ist das angenehm, aber da bewegt man den Antara ja eher selten, weil er mit der auf 180 mm reduzierten Bodenfreiheit und ohne Untersetzung nicht die erforderlichen Talente aufweist. Auf der Straße fühlt sich die Lenkung dagegen schwammig an, vermittelt wenig direkten Straßenkontakt, ist zu schwergängig.

An das Allradsystem hatten die Ingenieure übrigens keine Modifikationshand angelegt: Die elektronisch angesteuerte Lamellenkupplung treibt in der Grundverteilung überwiegend die Vorderräder an, was den über 1,9 Tonnen schweren Antara im kurvigen Geläuf zunächst zu einem fühlbaren Untersteurer macht. Erst wenn's vorne anfängt zu schlupfen, variiert die Elektronik das Antriebsmoment kaum merklich aber effektiv in Richtung Hinterräder und lässt zur weiteren Traktionseffizienz die Bremsanlage regelnd eingreifen.

Getreu der Prämisse, prinzipiell bewährtes nicht zu verschlimmbessern, sitzen wir hier übrigens in einem ergonomisch, funktionell wie stilistisch unangetasteten Cockpit. Sprich: Die Rundinstrumente informieren klar und deutlich. Die Drehschalter für die Heizung sind nach wie ergonomisch eher ungünstig ganz unten in der Mittekonsole vor dem Schalthebel platziert. Die Bedienungselemente für die CD-Radioanlage wiederum sind selbst für weniger zarte Finger unzweideutig zu betätigen. Die Verarbeitungsqualität ist preisangemessen solide und die gute Sitzergonomie macht Lust auf Langstrecken. Zu Recht: Nach 450 Kilometern steigt nicht nur der Fahrer unverkrampft aus, auch die Fondpassagiere hatten eine entspannte Reise. Zwei Mankos mit dem Fokus auf die Urlaubstauglichkeit sind dem aktuellen Deutsch-Amerikaner koreanischer Fertigung erhalten geblieben: Das Kofferraumvolumen ist mit 402 Liter für fünf potenzielle Fahrgäste SUV-unterdurchschnittlich. Und für den großen Einkauf im Getränkemarkt ist die Ladekante mit 785 Millimeter eh' zu hoch angesetzt, der gerundete untere Abschluss der Hecköffnung zu eng. Da mag man seine Bierkästen erst nach einer kleinen Stärkung einwuchten.