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Allrad-Magazin
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© H. Weschta

Geländewagen Fahrschule Teil 9 - Fahren im Schlamm - eine bodenlose Herausforderung - Seite 2

Zaudern hilft nie weiter

Vor jeder schlammigen Geländepassage muss also die Entscheidung getroffen werden, ob man's probiert oder besser bleiben lässt. Natürlich kann man sich dabei einen groben Überblick über das verschaffen, was einen erwartet: Wie lang ist das Hindernis? Erkennt man schon von außen Baumstämme oder Felsen, an denen man sich das Auto verbeult? Auch das herumstochern mit einem langen Stock kann auf mögliche Gefahren (zu tief, Hindernisse etc.) hinweisen.

Lautet die Entscheidung dann "ja, ich probier's", muss man dazu auch bis zuletzt stehen, jedes zaudern bringt nur Probleme. Der erste Grundsatz heißt nun: Schwung ist durch nichts zu ersetzen. Wenn das Mud-Hole kurz ist, reicht oft schon ein beherzter Anlauf, um das gegenüberliegende Ufer zu erreichen. Wenn es länger ist, sind zumindest die ersten Meter schon überwunden, ehe die Reifen für Vortrieb sorgen müssen.

Die zweite Regel lautet: Im Schlammloch nie vom Gas gehen oder gar schalten – jede Zugkraftunterbrechung sorgt in der zähen Masse zum sofortigen Stillstand des Fahrzeugs, und ein Anfahren ist dann kaum mehr möglich. Also – ähnlich wie bei Steilauffahrten – Geländeuntersetzung vor dem Hindernis aktivieren und dann im richtigen Gang rein in die Pampe und jetzt nur nicht vom Gas gehen, ehe wieder fester Untergrund erreicht ist. Sobald die Räder durchzudrehen beginnen unbedingt weiter „baggern" – also auf dem Gas bleiben – damit der Schlamm durch die erhöhte Raddrehzahl aus dem Profil geschleudert wird. Zusätzlich kann durch kurzes links- und rechtsdrehen am Lenkrad weiterer Vortrieb erzielt werden.